Spenden für Asylsuchende

Die Spendenbereitschaft der Metzinger ist überwältigend! Täglich erreichen uns viele Mails und Anrufe mit Spendenangeboten jeglicher Art, sodass wir mit dem Antworten teilweise gar nicht mehr hinterher kommen.

Da wir einen persönlichen Kontakt sehr schätzen freuen wir uns natürlich über jede Nachricht, möchten aber auch hier kurz unsere „Grundregeln“ unserer Spendenphilospohie darlegen.

Allgemeines

  • Wichtig: Bitte niemals Kleidung oder Gegenstände an den Flüchtlingsunterkünften oder dem Gemeindehaus der Baptisten ohne Rücksprache mit dem Arbeitskreis Asyl abstellen!!!
  • Wenn Sie Ihre Spenden nicht an der entsprechenden Stelle abgeben können, können wir auch einen alternativen Übergabeort vereinbaren. Eine Abholung bei Ihnen zu Hause ist ebenfalls möglich.
  • In manchen Fällen, vor allem bei Möbel- oder Radspenden, können wir die Spenden nicht sofort abnehmen sondern müssen warten, bis beispielsweise wieder Platz im Fahrradlager ist oder das Mietverhältnis der Anschlusswohnung beginnt.

Geldspenden

Wir vergeben kein Geld an Flüchtlinge und bitten, weil sonst schnell Ungerechtigkeiten und dann auch Neid enstehen, ebenfalls kein Bargeld zu verschenken.

Der Arbeitskreis selbst verwendet Geldspenden, um in den Deutschkursen zum Beispiel Exkursionen zu ermöglichen, für die Gestaltung des Umfelds der Unterkünfte, für die Unterstützung bei der Traumabehandlung, zum Unterhalt der Fahrradwerkstatt „Rad&Tat“, für den Betrieb des Café Inernational, Betriebskosten für die Räume, in denen Café und Deutschkurse stattfinden und für viele andere Zwecke. Wir vergeben im Einzelfall auch Kredite, verschenken aber kein Geld.

Da wir wie viele andere Arbeitskreise unter dem Dach des Diakonieverbandes Reutlingen sind, sind Spenden an uns steuerlich abzugsfähig. Wir stellen Spendenquittungen aus.

Bitte überweisen Sie mit dem Verwendungszweck „Arbeitskreis Asyl Metzingen“ an

Empfänger: Diakonie
IBAN: DE 8464 0500 0000 0030 1132
BIC: SOLADES1REU (KSK Reutlingen)

Bitte geben Sie beim Verwendungszweck immer den Ort „Metzingen“ an. Danke!

Kleiderspenden für Erwachsene

Grundsätzlich bitten wir darum, Kleiderspenden (und Schuhe) im Kleiderladen im Milchhäusle abzugeben. So kommt die Kleiderspende allen Bedürftigen in Metzingen zu Gute und einem Sozialneid wird auf diesem Wege vorgebeugt. Außerdem gibt es den Bedürftigen (die oftmals bis vor kurzem ein selbstständiges Leben auf eigenen Beinen führten) mehr Würde, wenn sie ihre Kleidung bezahlen können. Nicht zuletzt kommen Flüchtlinge im Milchhäusle in Kontakt mit Einheimischen.


Kleiderladen
Milchhäusle
Friedrichstr. 8
72555 Metzingen
Tel.: 07123 – 20 61 87
Telefon und Spendenannahme jeweils zu den Öffnungszeiten:

Mo.  9 – 12 Uhr
Di  14 – 17 Uhr
Do  14 – 18 Uhr

Kleiderspenden für Kinder, Spielzeug, Kinderausstattung etc.

Auch alles rund ums Kind wird im Milchhäusle für alle Metzinger Bedürftigen gesammelt. Das Kinderkörble nimmt Ihre Spenden gerne montagabends entgegen. Das können neben Kleidung und Spielsachen auch gerne Kinderwagen, Windeln und vieles mehr sein.

Kinderkörble
Milchhäusle
Friedrichstr. 8
72555 Metzingen
Spendenannahme montags 18 Uhr bis 19.30 Uhr

Möbel / Kindermöbel

Da in den Erstunterkünften jeder Quadratmeter zählt, können hier keine zusätzlichen Möbel aufgestellt werden. Nach Abschluss des Verfahrens, in der sogenannten „Anschlussunterbringung“ brauchen die Flüchtlinge deshalb oft das Nötigste – Bett, Tisch, Schränke…
Wir helfen den Flüchtlingen bei ihrem Umzug mit der Vermittlung von gespendeten Möbeln gerne weiter, haben aber kein Lager! Es kann also nur „just in time“ vermittelt werden. Das bedeutet: Bekommen wir beispielsweise ein Bett als Spende angeboten und ein Flüchtling sucht gerade im Moment ein Bett, können wir vermitteln. Werden keine Betten benötigt, können wir die Spende leider zu diesem Zeitpunkt nicht annehmen.

Wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme per E-Mail unter
mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de
Die E-Mail kommt dann an der richtigen Adresse an und es setzt sich in jedem Fall jemand mit Ihnen in Verbindung.

Hinweis: Gebrauchte Möbel nimmt auch die

Metzinger Arbeitsinitiative MAI an
Metzinger Straße 75
72555 Metzingen
Mo.  geschlossen
Di. 09:00 bis 12:00 und von 15:00 bis 18:00 Uhr
Mi. 09:00 bis 12:00 Uhr
Do. 09:00 bis 12:00 und von 15:00 bis 18:00 Uhr
Fr. 09:00 bis 12:00 und von 15:00 bis 18:00 Uhr
Sa  09:00 Bis 12:00

Handtücher, Bettwäsche

Handtücher und Bettwäsche sammeln wir direkt, um sie als Erstausstattung an die neu angekommenen Metzinger Flüchtlinge zu verteilen. Auch hier freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme per E-Mail an mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de.

Töpfe, Pfannen, Geschirr und Besteck

Als Ergänzung zu der Grundausstattung, die die Flüchtlinge bekommen, verteilen wir im „Welcome-Package“ auch Töpfe, Pfannen, Geschirr und Besteck. Vor allem Pfannen sind sehr gefragt. Angebote bitte ebenfalls an mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de.

Fahrräder

Die Erfolgsspende schlechthin in Metzingen! Egal ob Damen-, Herren-, Kinder-, Renn-, oder Sportrad: Alles was zwei oder auch mehr Räder hat ist bei unserer Arbeitsgruppe Rad und Tat in den besten Händen. Die Ehrenamtlichen bringen gemeinsam mit Flüchtlingen die Räder gegebenenfalls wieder in Schuss und vermitteln sie an die Metzinger Bedürftigen. Angebote (auch Werkzeug und Fahrradzubehör) einfach an rad-und-tat@arbeitskreis-asyl-metzingen.de schicken.

Großspenden

Es kommt hin und wieder vor, dass uns eine große Stückzahl an Spenden angeboten wird.  Vor allem Firmen haben oftmals große Posten aus verschiedenen Gründen übrig – Das können beispielsweise 200 Flaschen falsch bedrucktes Shampoo oder 500 Paar Socken aus der Vorsaison sein. Solche spezielle Fälle sind für uns immer sehr spannend, da wir damit tolle Aktionen machen können. Über Angebote freuen wir uns ebenfalls unter der Email mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de.

Extra gekaufte Sachspenden / Sonstiges

Viele möchten die Metzinger Flüchtlinge auch mit Sachspenden unterstützen, die sie nicht zuhause übrig haben, sondern extra kaufen würden (z.B. Hygieneartikel, Spielsachen oder Windeln). Leider stehen uns in diesen Fällen logistische und moralische Probleme im Weg: Welche Flüchlinge sollen wir mit diesen Spenden bevorzugen? Wo lagern wir diese Produkte und wie verteilen wir sie?

Hinweis: Flüchtlinge sind nicht ganz mittellos

Bei aller Hilfsbereitschaft ist nicht zu vergessen: Flüchtlinge, die zu uns kommen, bekommen ein Taschengeld. Rein statistisch betrachtet können sie damit ein (finanziell gesehen) angemessenes Leben führen. Für viele ist es das letzte Stückchen Würde, wenn sie für  Gegenstände des täglichen Bedarfs etwas zahlen können. Ein nicht zu verachtender Punkt ist zudem, dass der geschickte Umgang mit Geld auf die Realität jenseits der Anerkennung vorbereitet. Und das bedeutet: Alles kostet.

 

 

Der Metzinger Spendenlauf 2015 – Laufend Gutes tun

Jung und Alt - Alle sind beim Spendenlauf willkommen

Jung und Alt – Alle sind beim Spendenlauf willkommen

Der diesjährige Metzinger Spendenlauf nähert sich in großen Schritten! Die Vorbereitungen haben schon mal trainiert und laufen derweil auf Hochtouren. Wie berichtet findet der von Gerd Schramm initiierte Lauf dieses Jahr zugunsten des Arbeitskreises Asyl statt. Der Erlös soll in traumatherapeutische Maßnahmen sowie in Sportausrüstung für die Metzinger Flüchtlinge investiert werden.

Alle Läufer herzlich eingeladen!

Egal ob Profi oder Gelegenheitsläufer – jeder, der möchte, ist herzlich eingeladen, am 13. September von 15 bis 18 Uhr im Otto-Dipper-Stadion seine Runden zu drehen. Statt einem Startgeld gibt es beim Metzinger Spendenlauf traditionell ein frei wählbares „Rundengeld“, das am Ende vom Läufer gespendet wird.

Soll heißen: Läuft ein Teilnehmer 10 Runden (eine Runde hat 400 Meter) und hat als Rundengeld den Richtwert von einem Euro gewählt, spendet er 10 Euro für den guten Zweck.

Lauf-Paten für Flüchtlinge gesucht

Sie haben keine Möglichkeit selbst zu laufen, möchten dennoch gerne etwas spenden? Dann werden Sie doch Lauf-Pate! Wie unter anderem Efrem, Siebtplatzierter beim Ermstalmarathon beziehungsweise Erstplatzierter (Teamwertung) beim Plochinger Stadtlauf beweist, befindet sich unter den Metzinger Asylbewerbern ebenfalls das ein oder andere Lauftalent, welches gerne beim Spendenlauf mitlaufen würde. Von den Flüchtlingen Spenden annehmen möchten wir freilich nicht. Allerdings wünschen sich die Flüchtlinge, mit ihrer Teilnahme den Arbeitskreis Asyl ebenfalls zu unterstützen. Deswegen suchen wir für sie sogenannte Lauf-Paten, die das Rundengeld für einen oder mehrere Flüchtlinge übernehmen. Das können Privatpersonen oder Firmen sein, mit offenem oder vorher festgelegtem Rundenbetrag.

Beispiel: Lauf-Pate 1 unterstützt Läufer 1 mit einem Betrag von einem Euro pro Runde, der Läufer schafft 20 Runden, also spendet Lauf-Pate 1 insgesamt 20 Euro.

Beispiel 2: Lauf-Pate 2 unterstützt Läufer 2 mit 2 Euro pro Runde und gibt als Höchstgrenze 50 Euro an, der Läufer schafft 22 Runden, also spendet Lauf-Pate 2 insgesamt 44 Euro.

So können auch die Asylbewerber selbst für den Arbeitskreis Asyl aktiv werden. Übrigens: Auf Wunsch wird auch hier selbstverständlich eine Spendenbescheinigung ausgestellt, außerdem wartet ein kleines Dankeschön auf den jeweiligen Lauf-Paten.

Sie möchten selbst mitlaufen oder Lauf-Pate werden oder haben weitere Fragen? Dann einfach eine Mail mit dem Betreff „Spendenlauf“ an mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de schicken!

Auch Gerd Schramm (0 71 23/9 69 615 ) und der mitveranstaltende Marathonstammtisch (0 71 23/93 64 12 ) stehen gerne Rede und Antwort.

 

 

Volle Lager – Vielen Dank!

Diese Zahl muss man sich erst einmal vorstellen: Über 100 (!!!) Fahrräder wurden uns aus dem ganzen Ermstal gespendet und haben damit nicht nur den Arbeitskreis Asyl Metzingen, allen voran die Arbeitsgruppe Rad und Tat,  völlig sprachlos gemacht, sondern auch unser Radlager randvoll werden lassen.

Vielen Dank für über 100 Fahrräder!

Die "Ersatzteilräder" passen schon gar nicht mehr in die Werkstatt

Die „Ersatzteilräder“ passen schon gar nicht mehr in die Werkstatt

Niemals hätten wir damit gerechnet, jemals einen Spendenstop ausrufen zu müssen. Und doch ist es soweit: Obwohl bereits sehr viele Räder an Flüchtlinge und Bedürftige weitergegeben wurden, platzt unser Lager aus allen Nähten. Viele der Räder müssen erst einmal generalüberholt werden, einige dienen als Ersatzteillager und auch unsere personelle Unterstützung ist leider begrenzt. Deswegen können wir leider, leider, leider vorerst keine weiteren Radspenden mehr annehmen (die Räder, die bereits angemeldet wurden, werden jedoch noch wie vereinbart abgeholt).

 

Wir sagen DANKE für diese tolle Unterstützung und freuen uns nun über helfende Hände, die bereit sind unsere Arbeitsgruppe Rad & Tat regelmäßig zu unterstützen!

Weitere Informationen finden Sie hier, in der Südwest Presse oder unter radundtat@arbeitskreis-asyl-metzingen.de

Danke für die Radspenden!

 

 

Sea Watch bekommt Unterstützung aus Metzingen

Vor allem für die sogenannten „alleinreisenden Männer“ aus Syrien und Eritrea in Metzingen ist Klaus Stramm erster Ansprechpartner für Sorgen und Probleme.  Jetzt hat sich der Ehrenamtliche des Arbeitskreis Asyl Metzingen einer weiteren Aufgabe verpflichtet: Ab 15. August wird er für zwei Wochen als 1. Offizier die Besatzung der Sea Watch unterstützen. Die privat organisierte Initiative aus Deutschland versucht im Mittelmeer Flüchtlinge in Seenot zu retten, bereits 1000 Menschen verdanken der Sea-Watch ihr Leben.

Klaus Stramm ist der Mann, der ganz nah dran ist an den Asylbewerbern unserer Stadt. Unter den Metzinger Flüchtlingen ist er bekannt als „Mr. Klaus“: er hat nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch für nahezu für jedes Problem eine Lösung parat. Wie viele andere Ehrenamtlichen auch hilft er bei der Asylbewerbung, vermittelt Sportangebote, organisiert Infoveranstaltungen zum Thema Ausbildung und Co., hilft bei der Wohnungssuche und bei Konflikten und läd auch mal zu einer Grillparty bei sich zu Hause ein, um die Asylbewerber von ihrem oft tristen Alltag abzulenken.

Klaus ist aber auch leidenschaftlicher Segler. Und deswegen musste der Metzinger nicht lange überlegen, als er von Sea Watch erfuhr. „Die meisten Flüchtlinge mit denen ich zu tun habe sind über das Meer nach Europa gekommen und erzählt, wie furchtbar es auf den Booten zugeht, von deren Zustand mal ganz zu schweigen. Als ich dann von Sea Watch hörte, habe ich einfach angerufen und mich als Freiwilliger gemeldet.“, sagt er bescheiden. Das war im März. Nun sticht Klaus am 15. August als Unterstützung der insgesamt 5. Crew  für zwei Wochen auf hohe See. Einsatzgebiet ist die Libysche Küste, hier werden in den kommenden Wochen erneut besonders viele Flüchtlingsboote erwartet.

 Wir wünschen Dir alles Gute für die Zeit auf hoher See!

 

Mehr über Sew Watch gibt es hier: www.sea-watch.org

 

Neuhausens neue Flüchtlinge

Das "Kinder-Schüle", der ehemalige Kindergarten Klosterstraße

Das „Kinder-Schüle“, der ehemalige Kindergarten Klosterstraße

Es gibt Dinge, die klärt man am besten direkt. Die Planung eines Asylbewerberheims mitten in Neuhausen gehört da definitiv dazu. Wenn der Ortschaftsrat und der Gemeinderat zustimmen, könnte das Landratsamt im Erdgeschoss des „Kinder-Schüle“, dem ehemaligen Kindergarten Klosterstraße, bis zu 25 Asylsuchende unterbringen. Die Steuerungsgruppe „Metzingen schaut hin“ und Ortsvorsteherin Lilli Reusch erwarteten in der dortigen Nachbarschaft gemischte Gefühle.

Diese Woche haben deswegen zwei Teams die Anwohner genau über die kommende Situation aufgeklärt und vor allem Fragen rund um die neuen Nachbarn und die daraus entstehende neue Situation beantwortet.

„Infoteams“ klären Anwohner auf

Kommen nur alleinstehende Männer oder auch Familien?  Sind nicht viele Flüchtlinge kriminell? Muss ich bei Dunkelheit Angst haben, das Haus zu verlassen? Was ist, wenn es laut wird? Aber auch: Kann ich irgendwie helfen? Gut, dass sie zu uns kommen! Man kann nicht immer nur sagen: Ja, aber bitte nicht zu uns!

Egal welche Fragen den Anwohnern auf dem Herzen liegen, die zwei Teams bestehend aus Ortsvorsteherin Lilli Reusch und dem Koordinator des Arbeitskreises Asyl Metzingen David Roth beziehungsweise Heiko Kächele, Leiter des Polizeireviers Metzingen und Rosy Ruez, ehrenamtliche Helferin des Arbeitskreis Asyl Metzingen und selbst Neuhäuserin, standen bei ihren Besuchen Rede und Antwort.

„Wir wünschen uns eine offene Kommunikation noch bevor die ersten Flüchtlinge nach Neuhausen kommen, deswegen haben wir uns von „Metzingen schaut hin!“ für die persönlichen Besuche entschieden“, so David Roth. Er betont, dass die Teams wissen, wovon sie reden und ehrlich antworten: „Natürlich reden wir nicht alles schön – in der Vergangenheit haben wir hin und wieder Bekanntschaft mit dem ein oder anderem Schlitzohr unter den Asylbewerbern gemacht, auch wenn das Ausnahmen sind. Und genau hier ist es wichtig, gegenüber den Nachbarn ehrlich zu sein.“ Vor allem nachbarschaftliche Normalität konnten die Teams empfehlen.

Umfangreicher Informationsabend am 14. September

Die Besuche sind eine Art Auftaktveranstaltung für den Informationsabend mit dem Thema „Asylbewerber in Neuhausen“, welcher am Montag, den 14. September 2015 um 19:30 Uhr in der Aula der Uhlandschule stattfindet und zu dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

Zweiter Lauf, erster Platz für Efrem

Efrem hält sich mit dem Laufen nicht nur fit, sondern kann seine Flucht beim Sport auch besser verarbeiten.

Efrem hält sich mit dem Laufen nicht nur fit, sondern kann seine Flucht beim Sport auch besser verarbeiten.

Anfang Juli startete der 24-jährige Efrem aus Eritrea sehr spontan beim Ermstal-Marathon und belegte dort bei der Halbmarathonstrecke kurzerhand den 7. Platz, nun kann der Metzinger Asylbewerber auf einen weiteren Erfolg stolz sein: Beim 12. Plochinger Stadtlauf errang Efrem den 1. Platz in der Klasse M beim 10-Kilometer-Lauf mit nur 35:25 Minuten!

Bei seinem 2. Rennen schon den 2. Platz gesichert. Glückwunsch!

Bei seinem 2. Rennen schon den 1. Platz gesichert. Glückwunsch!

Die Lauftalente des Arbeitskreis Asyl Metzingen

Doch nicht nur das: Diesmal war nämlich nicht nur Efrem mit dabei, sondern auch Martin Mages und Franz Schmitt, beide Ehrenamtliche beim Arbeitskreis Asyl Metzingen. Alle drei sind als „Team Talente“ an den Start gegangen und haben dabei mit über zehn Minuten Vorsprung den 1. Platz in der Teamwertung belegt! Herzlichen Glückwunsch!

Vorfreude auf den Spendenlauf

Die drei passionierten Läufer sind also bestens vorbereitet für den Metzinger Spendenlauf am 13. September, der zugunsten des Arbeitskreis Asyl veranstaltet wird und hoffen auf weitere Mitläufer aus Metzingen – egal ob mit oder ohne Flüchtlingshintergrund

16. Spendenlauf in Metzingen am Sonntag 13.09.2015 von 13-18 Uhr zugunsten dem AK Asyl Metzingen

Seit über 20 Jahren mit ein paar Unterbrechungen gibt es in Metzingen am letzten Sonntag in den Sommerferien den Metzinger Spendenlauf. Initiator Gerd Schramm ist Läufer aus Leidenschaft. Er sammelte „laufend“ Geld und damit auch Aufmerksamkeit in den vergangenen Jahren für zahlreiche soziale Projekte und für Menschen, die ihm am Herzen lagen und liegen.

In diesem Jahr geht der Erlös an den Arbeitskreis Asyl Metzingen.

Aus zwei Gründen: zum einen haben mehrere Läufer im Namen vom Arbeitskreis Asyl beim Spendenlauf 2014 mehr als 50 Runden gedreht und sind so dabei mit ihm ins Gespräch gekommen. Gerd Schramm hat sofort zugesagt, dass in diesem Jahr für den AK gesammelt wird. Zum anderen, Gerd Schramm wurde vor mehr als 70 Jahren „auf der Flucht“ geboren. Er weiß also sehr genau, wie sich „Flüchtling sein“ anfühlt.

Das gesammelte und gespendete Geld kommt ganz konkret zwei Dingen für unsere Arbeit zugute.

  1. Wir wollen sportinteressierte Asylbewerber mit passender Kleidung (Schuhen, Hosen, Shirts…) ausstatten.

  2. Für traumatisierte Flüchtlinge gibt es u.a. Angebote in der Bewegungs-und Sporttherapie. Solche Angebote wollen wir in konkreten Fällen bezuschussen.

Darüber hinaus suchen wir noch weitere Mitläufer und Helfer für den Spendenlauf: Sonntag, 13.September 2015 von 13-18 Uhr, Otto-Dipper-Stadion, Metzingen. Wer mitlaufen/mitmachen möchte, kann sich gerne unter mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de anmelden.

Acht von Markus Merk signierte Fußbälle stehen zum Tausch!

Acht von Markus Merk signierte Bälle stehen zum Tausch

Acht von Markus Merk signierte Bälle stehen zum Tausch

Fußballfans aufgepasst: Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm (KIRU) hat uns acht vom ehemaligen Weltschiedsrichter Markus Merk signierte Fußbälle geschenkt. Und wir vom Arbeitskreis Asyl Metzingen geben Sie gerne weiter – an Sie!

Aus 8 mach 40

Die Idee ist einfach: Wer einen der acht Fußbälle mit der prominenten Unterschrift haben will, spendet dafür fünf Lederfußbälle, mit denen auf einem Hartplatz gespielt werden kann.

Einige Asylsuchende kicken auch schon in einer Freizeitsportgruppe und trainieren in Mannschaften der TuS mit. David Andreas Roth, Koordinator des Arbeitskreises Asyl Metzingen, nahm die Bälle mit Dank entgegen. „Wie man zuletzt beim Ermstal-Marathon gesehen hat“, weiß er, „sind unter den Asylsuchenden in Metzingen einige sportliche Talente dabei. Und auch wer nicht außergewöhnlich talentiert ist, hat Spaß an der Bewegung und am Sport mit anderen. Dafür braucht es aber das richtige Sportgerät.“

Und Bälle nutzen sich auf dem Bolzplatz recht schnell ab, weswegen es immer wieder Nachschub braucht. Deshalb: Ein Vorrat muss her.“

"Viel Spaß! Markus Merk 2014" steht auf den Bällen

„Viel Spaß! Markus Merk 2014“ steht auf den Bällen

Die Aktion läuft solange der Vorrat an signierten Bällen reicht. Interessenten können sich melden unter mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de.

 

Feierlich überreicht wurden die Bälle übrigens vom KIRU Verbandsvorsitzenden Dr. Ulrich Fiedler am Montag, den 13. Juli in den Räumen des Café International in Metzingen. „Das ist eine gute Gelegenheit, die Asylsuchenden zu unterstützen. Dr. Markus Merk ist ein Star unter den Schiedsrichtern und ein faszinierender Motivationstrainer und Redner. Wir hoffen sehr, dass die Fußbälle schnell ihre Abnehmer finden.“, sagte Fiedler bei der Übergabe.

Idee eines ehemaligen Asylbewerbers

Auf die Idee, die signierten Bälle dem Arbeitskreis Asyl zu vermachen kam KIRU-Azubi und Fußballfan Masis Wartanian. Der Armenier kam vor vier Jahren aus dem Irak nach Deutschland und ist sozusagen das Scharnier zwischen KIRU und Asylbewerbern, denn er engagiert sich ebenfalls im Arbeitskreis Asyl.

Freude bei der Übergabe

https://www.arbeitskreis-asyl-metzingen.de/wp-admin/post.php?post=592&action=edit Hoffen auf großen Andrang auf die Bälle von markus Merk: KIRU- und Arbeitskreis Asyl Metzingen-Mitarbeiter sowie Asylbewerber.

Auch Fußballschuhe gesucht

David Roth berichtete außerdem, dass auch Fußballschuhe benötigt werden. Sowohl für die Halle als auch für den Platz. So steht zum Beispiel ein Fußballturnier am Freitag, den 24. Juli 2015, in der Berufsschule an. Jürgen Jünger, der Sozialarbeiter des Landratsamtes in der Flüchtlingsunterbringung und Rainer Hörmann, Schulsozialarbeiter der Gewerbeschule Metzingen organisieren das Hallen-Turnier, mit dem auch schon ein Bezug zur Schule hergestellt werden soll, in die vielleicht einige der Asylsuchenden schon bald gehen werden.

Wenig oder gar nicht benutzte Fußballschuhe (Indoor und Rasen) der Größen 40 bis 44 können beim Arbeitskreis unter mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de angeboten werden. Dafür gibt es allerdings nur ein Dankeschön und keinen Fußball von Herrn Merk.

Herzlichen Dank, liebe Unterstützer!

Jede einzelne Sachspende von der Gartenbank bis hin zur kompletten Wohnungseinrichtung sowie die vielen Mitmach-Angebote jeder Altersklasse beweisen es: unsere Stadt heißt Flüchtlinge herzlich willkommen! Allein was im ersten halben Jahr von 2015 für den Arbeitskreis Asyl Metzingen und vor allem für die Asylbewerber angeboten wurde, sprengte nicht nur alle Erwartungen, sondern zeugte auch von sehr viel Kreativität.

Kurzes Resumee

Im Februar feierten wir unseren 1. Geburtstag. Doch das war erst der Anfang!
Neben dem Start mit unserer Arbeitsgruppe Rad und Tat im März, den vielen bewährten Deutsch- und neuen Analphabetisierungskursen und vielen weiteren Arbeitsgruppen gab es in den vergangenen sechs Monaten auch von außerhalb des Arbeitskreises viel tolle Unterstützung aus Metzingen.

Gemeinsam Fuß fassen – mit tollen Angeboten

Die Kletterhalle H3 zum Beispiel lud Asylbewerber gleich mehrmals zum Klettern ein, die Boni-Kids bewiesen ein sensationelles Künstlertalent und spendenden die Hälfte der Einnahmen ihrer Boni-Show an den Arbeitskreis, ebenso machte die Veranstaltung „Gemeinsam bunt!“ auf uns aufmerksam und der Club Thing lud alle Metzinger auf ihrem Gelände bei einem Grillfest dazu ein, die Asylbewerber besser kennen zu lernen. Flüchtlinge, die eine gewisse Action lieben, wurden von der Mobilen Jugendberatung eingeladen, mit ihnen in den Europapark zu fahren. Nachdem eine Gruppe mit dem Deutschkurs die Metzingen Stadtbücherei besuchte, wurden auch hier schnell Freundschaften ge- und eine künftige Zusammenarbeit beschlossen. Und auch eines der derzeit größten Probleme, die Wohnungssuche der anerkannten Flüchtlinge, wurde zum Thema im Gemeinderat.
Wer von den Flüchtlingen bereits eine eigene Wohnung fand, bekam dank nahezu unzähligen Sachspenden einen leichteren Start in die eigenen vier Wände – und die vielen Fahrrad- und Werkzeugspenden erleichtern den Alltag der Neumetzinger ebenso sehr.

Wenn aus Fremden Freunde werden

Wir vom Arbeitskreis Asyl Metzingen aber freuen wir uns vor allem über die Freundschaften, die im Laufe der Zeit zwischen Eingesessenen und Fremden entstanden sind. Sei es ein gemeinsamer Spaziergang, ein gemeinsames Grillen oder einfach ein gemeinsamer Drink in einer Metzinger Bar – der Kontakt zu Deutschen ist nicht nur für das Lernen der Sprache und die Orientierung im noch fremden Land wichtig, sondern vor allem für das Seelenbefinden der Asylbewerber besonders wertvoll (und für das eigene natürlich ebenso!)

Vielen Dank für alle Hilfe!

Wir wünschen uns sehr, dass dieses Zusammenleben weiter wächst – und machen uns wenig Sorgen darüber, dass dies nicht geschieht. Wir stehen voller Energie in den Startlöchern für das zweite halbe Jahr 2015, in dem bereits spannende Events in den Startlöchern stehen! Mehr dazu bald hier auf unserer Homepage.

Sehr gerne mit Ihnen an unserer Seite!

 

Achja: Hin und wieder, das wollen wir nicht verschweigen, sind die „Neuen“ leider doch auch für Ärgernisse verantwortlich. Gerade in solchen Fällen bitten wir um eine Nachricht und bieten unsere unparteiische(!) Unterstützung zur Schlichtung an.

Vermieter und Nachbarn gesucht

Monate lang warten Asylsuchende auf die Entscheidung, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht. Sind dann die heiß ersehnten „Papers“, also die Anerkennungspapiere da, beginnt für die Flüchtlinge der erste Schritt ins selbstbestimmte neue Leben in Deutschland.

Die Erwartung an die anerkannten Flüchtlinge ist groß: So schnell wie möglich sollen (und wollen) sie auf eigenen Beinen stehen können. Doch dabei hapert es gleich zu Beginn an etwas ganz Grundlegendem: einer eigenen Wohnung.

 

Die wichtigsten Fragen der Vermieter – und ihre Antworten

Der Wohnraum in Metzingen ist knapp. Zudem haben viele Vermieter Bedenken, ihre Wohnung an einen Flüchtling zu vermieten und jede Menge Fragen.

Wir haben die häufigsten von ihnen hier beantwortet.

1. Warum ist eine eigene Wohnung so wichtig?

Bis sie in Metzingen ankamen, haben die meisten Asylbewerber überall eine „Bleibe“ gefunden: in Obdachlosenheimen, auf Booten, auf der Straße, auf Parkbänken, in Bussen oder bei Privatleuten. Aber auch Hotels reihen sich in die Erzählungen der Unterkünfte mit ein. In Deutschland angekommen, stehen ihnen in Flüchtlingsunterkünften 4,5 Quadratmeter Wohnraum zu – auch in Metzingen. Gerade Alleinstehende teilen sich deswegen auf engstem Raum ein Zimmer, das eine Privatsphäre unmöglich macht. Die eigenen vier Wände sind für eine gelungene Integration in Deutschland unserer Ansicht nach ein wichtiger Punkt, um ein selbstbestimmtes Leben führen sowie hier Fuß fassen zu können.

 

2. Was ist an den Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen dran?

Glaubt man den gängigen Vorurteilen, sind Flüchtlinge laut, unordentlich und undiszipliniert. Sie gelten oft mehr als unliebsamer Störenfried denn als partnerschaftliche Nachbarn. In wenigen Fällen, das wollen wir gar nicht kleinreden, mag das stimmen. Doch das ist kein Flüchtlings-Phänomen. In den meisten Fällen zeichnet die Flüchtlinge vor allem aus, dass sie sich an die deutsche Kultur und Gesellschaft anpassen wollen. Themen wie Mülltrennung, Mittagsruhe und Kehrwoche müssen sie jedoch erst mal kennenlernen – ein Anleitungsprozess, den wir mit vielen Infoaktionen und persönlicher Unterstützung bereits mehrfach erfolgreich fördern konnten. Natürlich stehen wir vom Arbeitskreis Asyl bei Problemen gerne als Ansprechpartner und wenn das jemals notwendig werden sollte auch als Schlichter zur Verfügung.

 

3. Welche Voraussetzung muss die Wohnung erfüllen?

Für die Wohnungen der Asylanten bestehen klare Vorgaben des Jobcenters. Je nachdem, wie viele Personen eine Wohnung beziehen, sind die maximalen Mietkosten (Kaltmiete) sowie die maximale Quadratmeterzahl vorgegeben. Außerdem gibt es je nach Wohnungsort verschiedene Stufen, nach denen die maximale Miete pro Quadratmeter vorgegeben ist.

Zum besseren Verständnis haben wir das in einer Tabelle zusammengefasst:

 

Mietobergrenzen der Kaltmiete

Mietobergrenzen der Kaltmiete (Klick zum Vergrößern)

 

4. Kann ich mir meine Mieter aussuchen?

Wie bei jeder Vermietung kann sich der Vermieter natürlich selbst aussuchen, wem er seine Wohnung vermieten möchte und wem nicht. Da wir vom Arbeitskreis Asyl die Metzinger Asylanten in der Regel gut kennen, helfen wir zusammen mit dem Sozialarbeiter des Landratsamtes gerne bei der Suche nach dem geeigneten Mieter weiter – wie bei einer Art Vermittlungsbörse. Ist Ihre Wohnung eher für eine Familie, einen Alleinstehenden oder lieber ein Seniorenehepaar geeignet? Sie kennen Ihre Wohnung und Ihr Umfeld am besten, wir die Metzinger Flüchtlinge. Bringen wir beides zusammen!

 

5. Erhalte ich Unterstützung, wenn ich Probleme mit dem Mieter habe?

Ein gutes Miteinander ist für uns das A und O. Unsere Vorstellung von einem gelebten Miteinander beruht nicht nur auf einer Seite – wir erwarten trotz allem teils schrecklichem Erlebten von den Flüchtlingen, dass sie sich den hiesigen Gepflogenheiten anpassen. Diese zu vermitteln sehen wir als eine unserer Hauptaufgaben, und wir rennen damit oft offene Türen ein. Um diese Frage also zu beantworten: Ja! Auf Wunsch stellen wir einen „Integrations-Partner“, der regelmäßig in der Wohnung nach dem Rechten sieht und bei Problemen weiterhilft. Und das selbstverständlich unparteiisch!

 

6. Müssen die Wohnungen unbedingt in Metzingen sein?

Nein. Das Jobcenter sieht vor, dass anerkannte Flüchtlinge auch im Großraum Metzingens wohnen können. Wichtig ist für die Flüchtlinge jedoch, dass die Integration durch einen entlegeneren Wohnort nicht gefährdet wird, vor allem der Besuch der Sprach- und Integrationskurse sollte durch eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel gewährleistet sein.

 

7. Wer zahlt die Miete?

Während der Flüchtling noch kein eigenes Einkommen eines gewissen Betrages erhält, werden die Mietkosten vom Jobcenter Reutlingen bezahlt.

 

8. Darf ich als Vermieter regelmäßig in die Wohnung, um nach den Rechten zu sehen?

Hier gilt gleiches Recht wie bei jedem anderen Mietverhältnis auch – eine Art Routinekontrolle ist nicht (so einfach) machbar. Da aber in der Regel der Arbeitskreis als „Integrations-Partner“ zur Seite steht, ist die Wohnung jedoch nicht völlig vogelfrei dem Mieter überlassen.

 

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten Sie gerne!

Haben Sie eine geeignete Wohnung und würden sie einem Flüchtling anbieten wollen? Dann melden Sie sich ganz unverbindlich bei uns – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

info@arbeitskreis-asy-metzingen.de

Hoch hinaus – H3 lädt Asylbewerber zum Klettern ein

Der Einladung in die Kletterhalle H3 in Metzingen kamen rund 30 Asylbewerber gerne nach!

Der Einladung in die Kletterhalle H3 in Metzingen kamen rund 30 Asylbewerber gerne nach!

Vergangenes Wochenende stand den Metzingern Asylbewerbern eine ganz besondere Herausforderung bevor – völlig freiwillig und ohne Druck versteht sich, sondern mit viel Spaß, Energie und tollem Teamwork.

H3 lädt zum Klettern ein

Die Klettergemeinschaft der Metzinger Kletteranlage H3 in der Max-Eyth-Straße hatte über den Arbeitskreis Asyl alle Asylbewerber der Stadt zum Klettern eingeladen. „Richtig in einer Kletteranlage klettern? Kann ich das überhaupt?“ Diese Frage stellten sich viele der Asylbewerber, die das Angebot gerne angenommen hatten – übrigens nicht nur die jungen, sondern auch die älteren unter ihnen hatten in zwei Gruppen am Samstag bewiesen, was in ihnen steckt: Nämlich eine ganze Menge!

 

„Das schaffe ich nie!“

Auch wenn zunächst die Zweifel überwogen. „Da hoch? Das schaffe ich nie!“ so der Gedanke am Fuße der bis zu vier Meter hohen Kletterwand. Dank der tollen Unterstützung von den ehrenamtlichen „Profis“ des H3 waren die ersten Grundschritte schnell gelernt, die ersten bunten Klettergriffe erklommen und wenig später schon wurde stolz von ganz oben der Erfolg bejubelt. Wenn es mal klemmte, feuerten die Zuschauer kräftig an – sodass auch jede noch so schwierige Passage letztendlich geschafft werden konnte.

 

Mit Klettern zu neuem Selbstvertrauen

Die Metzinger Asylbewerber haben die Abwechslung in ihrem oft eintönigen Alltags sichtlich genossen. Der Tag in der Kletterhalle hat gezeigt, wie viel in einem steckt, wenn man an sich glaubt, auch wenn das Ziel auch noch so unnereichbar scheint. Nicht zuletzt aus diesen Gründen hat beispielsweise die Psychiatrische Abteilung in Tübingen eigens ein Kletterprojekt ins Leben gerufen. Außerdem wichtig beim Klettern ist das Vertrauen in seine Mitmenschen, denn selbst die kleinste Höhe kann nicht sicher erreicht werden, wenn nicht am anderen Ende des Seiles jemand steht, der einem Sicherheit gibt. Zudem natürlich spielt Teamwork beim Klettern eine große Rolle, doch vor allem ist es natürlich der Spaß und das Erfolgserlebnis, das den Tag in der Kletterhalle für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Kein Wunder also, dass sich viele schon auf den Mai freuen: Dann nämlich hat das H3 erneut zum Klettern eingeladen.

 

VIELEN DANK!

Im Namen aller teilnehmenden Asylbewerber bedanken wir uns ganz herzlich beim gesamten Team des H3 für die Einladung in die Kletterhalle! Besonderen Dank geht auch an die Helferinnen und Helfer des H3, die beim Klettern mit Rat und Tat bei Seite standen und damit diesen Tag erst möglich gemacht haben sowie natürlich an die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl Metzingen.