Der Metzinger Spendenlauf 2015 – Laufend Gutes tun

Jung und Alt - Alle sind beim Spendenlauf willkommen

Jung und Alt – Alle sind beim Spendenlauf willkommen

Der diesjährige Metzinger Spendenlauf nähert sich in großen Schritten! Die Vorbereitungen haben schon mal trainiert und laufen derweil auf Hochtouren. Wie berichtet findet der von Gerd Schramm initiierte Lauf dieses Jahr zugunsten des Arbeitskreises Asyl statt. Der Erlös soll in traumatherapeutische Maßnahmen sowie in Sportausrüstung für die Metzinger Flüchtlinge investiert werden.

Alle Läufer herzlich eingeladen!

Egal ob Profi oder Gelegenheitsläufer – jeder, der möchte, ist herzlich eingeladen, am 13. September von 15 bis 18 Uhr im Otto-Dipper-Stadion seine Runden zu drehen. Statt einem Startgeld gibt es beim Metzinger Spendenlauf traditionell ein frei wählbares „Rundengeld“, das am Ende vom Läufer gespendet wird.

Soll heißen: Läuft ein Teilnehmer 10 Runden (eine Runde hat 400 Meter) und hat als Rundengeld den Richtwert von einem Euro gewählt, spendet er 10 Euro für den guten Zweck.

Lauf-Paten für Flüchtlinge gesucht

Sie haben keine Möglichkeit selbst zu laufen, möchten dennoch gerne etwas spenden? Dann werden Sie doch Lauf-Pate! Wie unter anderem Efrem, Siebtplatzierter beim Ermstalmarathon beziehungsweise Erstplatzierter (Teamwertung) beim Plochinger Stadtlauf beweist, befindet sich unter den Metzinger Asylbewerbern ebenfalls das ein oder andere Lauftalent, welches gerne beim Spendenlauf mitlaufen würde. Von den Flüchtlingen Spenden annehmen möchten wir freilich nicht. Allerdings wünschen sich die Flüchtlinge, mit ihrer Teilnahme den Arbeitskreis Asyl ebenfalls zu unterstützen. Deswegen suchen wir für sie sogenannte Lauf-Paten, die das Rundengeld für einen oder mehrere Flüchtlinge übernehmen. Das können Privatpersonen oder Firmen sein, mit offenem oder vorher festgelegtem Rundenbetrag.

Beispiel: Lauf-Pate 1 unterstützt Läufer 1 mit einem Betrag von einem Euro pro Runde, der Läufer schafft 20 Runden, also spendet Lauf-Pate 1 insgesamt 20 Euro.

Beispiel 2: Lauf-Pate 2 unterstützt Läufer 2 mit 2 Euro pro Runde und gibt als Höchstgrenze 50 Euro an, der Läufer schafft 22 Runden, also spendet Lauf-Pate 2 insgesamt 44 Euro.

So können auch die Asylbewerber selbst für den Arbeitskreis Asyl aktiv werden. Übrigens: Auf Wunsch wird auch hier selbstverständlich eine Spendenbescheinigung ausgestellt, außerdem wartet ein kleines Dankeschön auf den jeweiligen Lauf-Paten.

Sie möchten selbst mitlaufen oder Lauf-Pate werden oder haben weitere Fragen? Dann einfach eine Mail mit dem Betreff „Spendenlauf“ an mitmachen@arbeitskreis-asyl-metzingen.de schicken!

Auch Gerd Schramm (0 71 23/9 69 615 ) und der mitveranstaltende Marathonstammtisch (0 71 23/93 64 12 ) stehen gerne Rede und Antwort.

 

 

Volle Lager – Vielen Dank!

Diese Zahl muss man sich erst einmal vorstellen: Über 100 (!!!) Fahrräder wurden uns aus dem ganzen Ermstal gespendet und haben damit nicht nur den Arbeitskreis Asyl Metzingen, allen voran die Arbeitsgruppe Rad und Tat,  völlig sprachlos gemacht, sondern auch unser Radlager randvoll werden lassen.

Vielen Dank für über 100 Fahrräder!

Die "Ersatzteilräder" passen schon gar nicht mehr in die Werkstatt

Die „Ersatzteilräder“ passen schon gar nicht mehr in die Werkstatt

Niemals hätten wir damit gerechnet, jemals einen Spendenstop ausrufen zu müssen. Und doch ist es soweit: Obwohl bereits sehr viele Räder an Flüchtlinge und Bedürftige weitergegeben wurden, platzt unser Lager aus allen Nähten. Viele der Räder müssen erst einmal generalüberholt werden, einige dienen als Ersatzteillager und auch unsere personelle Unterstützung ist leider begrenzt. Deswegen können wir leider, leider, leider vorerst keine weiteren Radspenden mehr annehmen (die Räder, die bereits angemeldet wurden, werden jedoch noch wie vereinbart abgeholt).

 

Wir sagen DANKE für diese tolle Unterstützung und freuen uns nun über helfende Hände, die bereit sind unsere Arbeitsgruppe Rad & Tat regelmäßig zu unterstützen!

Weitere Informationen finden Sie hier, in der Südwest Presse oder unter radundtat@arbeitskreis-asyl-metzingen.de

Danke für die Radspenden!

 

 

Sea Watch bekommt Unterstützung aus Metzingen

Vor allem für die sogenannten „alleinreisenden Männer“ aus Syrien und Eritrea in Metzingen ist Klaus Stramm erster Ansprechpartner für Sorgen und Probleme.  Jetzt hat sich der Ehrenamtliche des Arbeitskreis Asyl Metzingen einer weiteren Aufgabe verpflichtet: Ab 15. August wird er für zwei Wochen als 1. Offizier die Besatzung der Sea Watch unterstützen. Die privat organisierte Initiative aus Deutschland versucht im Mittelmeer Flüchtlinge in Seenot zu retten, bereits 1000 Menschen verdanken der Sea-Watch ihr Leben.

Klaus Stramm ist der Mann, der ganz nah dran ist an den Asylbewerbern unserer Stadt. Unter den Metzinger Flüchtlingen ist er bekannt als „Mr. Klaus“: er hat nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch für nahezu für jedes Problem eine Lösung parat. Wie viele andere Ehrenamtlichen auch hilft er bei der Asylbewerbung, vermittelt Sportangebote, organisiert Infoveranstaltungen zum Thema Ausbildung und Co., hilft bei der Wohnungssuche und bei Konflikten und läd auch mal zu einer Grillparty bei sich zu Hause ein, um die Asylbewerber von ihrem oft tristen Alltag abzulenken.

Klaus ist aber auch leidenschaftlicher Segler. Und deswegen musste der Metzinger nicht lange überlegen, als er von Sea Watch erfuhr. „Die meisten Flüchtlinge mit denen ich zu tun habe sind über das Meer nach Europa gekommen und erzählt, wie furchtbar es auf den Booten zugeht, von deren Zustand mal ganz zu schweigen. Als ich dann von Sea Watch hörte, habe ich einfach angerufen und mich als Freiwilliger gemeldet.“, sagt er bescheiden. Das war im März. Nun sticht Klaus am 15. August als Unterstützung der insgesamt 5. Crew  für zwei Wochen auf hohe See. Einsatzgebiet ist die Libysche Küste, hier werden in den kommenden Wochen erneut besonders viele Flüchtlingsboote erwartet.

 Wir wünschen Dir alles Gute für die Zeit auf hoher See!

 

Mehr über Sew Watch gibt es hier: www.sea-watch.org

 

Neuhausens neue Flüchtlinge

Das "Kinder-Schüle", der ehemalige Kindergarten Klosterstraße

Das „Kinder-Schüle“, der ehemalige Kindergarten Klosterstraße

Es gibt Dinge, die klärt man am besten direkt. Die Planung eines Asylbewerberheims mitten in Neuhausen gehört da definitiv dazu. Wenn der Ortschaftsrat und der Gemeinderat zustimmen, könnte das Landratsamt im Erdgeschoss des „Kinder-Schüle“, dem ehemaligen Kindergarten Klosterstraße, bis zu 25 Asylsuchende unterbringen. Die Steuerungsgruppe „Metzingen schaut hin“ und Ortsvorsteherin Lilli Reusch erwarteten in der dortigen Nachbarschaft gemischte Gefühle.

Diese Woche haben deswegen zwei Teams die Anwohner genau über die kommende Situation aufgeklärt und vor allem Fragen rund um die neuen Nachbarn und die daraus entstehende neue Situation beantwortet.

„Infoteams“ klären Anwohner auf

Kommen nur alleinstehende Männer oder auch Familien?  Sind nicht viele Flüchtlinge kriminell? Muss ich bei Dunkelheit Angst haben, das Haus zu verlassen? Was ist, wenn es laut wird? Aber auch: Kann ich irgendwie helfen? Gut, dass sie zu uns kommen! Man kann nicht immer nur sagen: Ja, aber bitte nicht zu uns!

Egal welche Fragen den Anwohnern auf dem Herzen liegen, die zwei Teams bestehend aus Ortsvorsteherin Lilli Reusch und dem Koordinator des Arbeitskreises Asyl Metzingen David Roth beziehungsweise Heiko Kächele, Leiter des Polizeireviers Metzingen und Rosy Ruez, ehrenamtliche Helferin des Arbeitskreis Asyl Metzingen und selbst Neuhäuserin, standen bei ihren Besuchen Rede und Antwort.

„Wir wünschen uns eine offene Kommunikation noch bevor die ersten Flüchtlinge nach Neuhausen kommen, deswegen haben wir uns von „Metzingen schaut hin!“ für die persönlichen Besuche entschieden“, so David Roth. Er betont, dass die Teams wissen, wovon sie reden und ehrlich antworten: „Natürlich reden wir nicht alles schön – in der Vergangenheit haben wir hin und wieder Bekanntschaft mit dem ein oder anderem Schlitzohr unter den Asylbewerbern gemacht, auch wenn das Ausnahmen sind. Und genau hier ist es wichtig, gegenüber den Nachbarn ehrlich zu sein.“ Vor allem nachbarschaftliche Normalität konnten die Teams empfehlen.

Umfangreicher Informationsabend am 14. September

Die Besuche sind eine Art Auftaktveranstaltung für den Informationsabend mit dem Thema „Asylbewerber in Neuhausen“, welcher am Montag, den 14. September 2015 um 19:30 Uhr in der Aula der Uhlandschule stattfindet und zu dem alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.