Hoch hinaus – H3 lädt Asylbewerber zum Klettern ein

Der Einladung in die Kletterhalle H3 in Metzingen kamen rund 30 Asylbewerber gerne nach!

Der Einladung in die Kletterhalle H3 in Metzingen kamen rund 30 Asylbewerber gerne nach!

Vergangenes Wochenende stand den Metzingern Asylbewerbern eine ganz besondere Herausforderung bevor – völlig freiwillig und ohne Druck versteht sich, sondern mit viel Spaß, Energie und tollem Teamwork.

H3 lädt zum Klettern ein

Die Klettergemeinschaft der Metzinger Kletteranlage H3 in der Max-Eyth-Straße hatte über den Arbeitskreis Asyl alle Asylbewerber der Stadt zum Klettern eingeladen. „Richtig in einer Kletteranlage klettern? Kann ich das überhaupt?“ Diese Frage stellten sich viele der Asylbewerber, die das Angebot gerne angenommen hatten – übrigens nicht nur die jungen, sondern auch die älteren unter ihnen hatten in zwei Gruppen am Samstag bewiesen, was in ihnen steckt: Nämlich eine ganze Menge!

 

„Das schaffe ich nie!“

Auch wenn zunächst die Zweifel überwogen. „Da hoch? Das schaffe ich nie!“ so der Gedanke am Fuße der bis zu vier Meter hohen Kletterwand. Dank der tollen Unterstützung von den ehrenamtlichen „Profis“ des H3 waren die ersten Grundschritte schnell gelernt, die ersten bunten Klettergriffe erklommen und wenig später schon wurde stolz von ganz oben der Erfolg bejubelt. Wenn es mal klemmte, feuerten die Zuschauer kräftig an – sodass auch jede noch so schwierige Passage letztendlich geschafft werden konnte.

 

Mit Klettern zu neuem Selbstvertrauen

Die Metzinger Asylbewerber haben die Abwechslung in ihrem oft eintönigen Alltags sichtlich genossen. Der Tag in der Kletterhalle hat gezeigt, wie viel in einem steckt, wenn man an sich glaubt, auch wenn das Ziel auch noch so unnereichbar scheint. Nicht zuletzt aus diesen Gründen hat beispielsweise die Psychiatrische Abteilung in Tübingen eigens ein Kletterprojekt ins Leben gerufen. Außerdem wichtig beim Klettern ist das Vertrauen in seine Mitmenschen, denn selbst die kleinste Höhe kann nicht sicher erreicht werden, wenn nicht am anderen Ende des Seiles jemand steht, der einem Sicherheit gibt. Zudem natürlich spielt Teamwork beim Klettern eine große Rolle, doch vor allem ist es natürlich der Spaß und das Erfolgserlebnis, das den Tag in der Kletterhalle für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Kein Wunder also, dass sich viele schon auf den Mai freuen: Dann nämlich hat das H3 erneut zum Klettern eingeladen.

 

VIELEN DANK!

Im Namen aller teilnehmenden Asylbewerber bedanken wir uns ganz herzlich beim gesamten Team des H3 für die Einladung in die Kletterhalle! Besonderen Dank geht auch an die Helferinnen und Helfer des H3, die beim Klettern mit Rat und Tat bei Seite standen und damit diesen Tag erst möglich gemacht haben sowie natürlich an die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl Metzingen.